Unternehmensstrategie

Die FALKENSTEIN Nebenwerte AG wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel gegründet, ergänzende Anlagestrategien in einer Gesellschaft zusammenzuführen, um damit im langjährigen Durchschnitt eine absolute, positive Wertentwicklung des Beteiligungsportfolios zu erzielen. Dieser Investmentansatz wird auch als „absolute return“ bezeichnet. Das dazu im Gegensatz stehende Anlageziel einen bestimmten Index zu übertreffen, „relative Performance“, hat für uns keine Relevanz. Zentrale Ziel- und Steuerungsgröße für den Erfolg der Gesellschaft ist die langfristige Aktienkursentwicklung der verschiedenen Unternehmen in unserem Beteiligungsportfolio. Dabei ist die stichtagsbezogene Realisierung potentieller Kursgewinne von nachrangiger Bedeutung.

 

Unser Investmentansatz : Katalysator & Value

Unser Investmentfokus ist auf den Bereich der substanzstarken, börsennotierten Neben- und Spezialwerte des deutschsprachigen Raumes ausgerichtet. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass im Bereich des sogenannten Small- und Midcaps für eine spezialisierte Beteili- gungsgesellschaft eine hohe Wertschöpfung erzielbar ist.

Ausgangspunkt für jede Anlageentscheidung ist für uns die Identifikation eines sogennaten Katalysators, der in einem oder auf ein Unternehmen wirkt. Als Katalysator wird in der Chemie ein Stoff bezeichnet, der die Reaktionsgeschwindigkeit eines chemischen Prozesses selektiv beeinflusst, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

In der Analogie zur Chemie suchen wir in Unternehmen nach Faktoren oder Ereignissen, die zu einer nachhaltigen Beschleunigung der Steigerung des Unternehmenswertes führen können. Als Katalysatoren haben wir dabei Ereignisse wie „Spin Off“, Zukäufe, Fusionen, Going Private, Squeeze Out, Restrukturierungen oder Änderungen in der Aktionärsstruktur identifiziert. Häufig entwickelt sich der Katalysator in einem graduellen Prozess, der nur durch eine intensive Marktbeobachtung erkennbar ist. In diesem Bereich können wir auf eine jahrelange Erfahrung und zählbare Erfolge zurückblicken. Sie erlauben uns, Beteiligungsmöglichkeiten aus anderen Blickwinkeln zu beurteilen, als es den meisten Privatanlegern – nicht zuletzt aus zeitlichen Gründen – möglich ist.

Die Identifikation eines Katalysators kombinieren wir mit den Prinzipien des Value-Investments. Im Kern besteht die Aufgabenstellung darin, den inneren Wert eines Unternehmens zu bestimmen und Aktien jener Unternehmen zu kaufen, die vergleichsweise stark unterbewertet sind. Im Rahmen der Meinungsbildung ist es dabei unerlässlich, Branche, Unternehmen und Management einer Firma, in die man investieren will, hinreichend genau zu kennen. Deshalb analysieren wir jede unserer Anlagen selbst, auch wenn wir von Dritten zur Verfügung gestellte Analysen in unserer Beurteilung berücksichtigen.

 

Wie wir das Risiko beurteilen

Wir definieren Risiko als den dauerhaften Verlust von Kapital. Durch unseren klar definierten Investmentprozess versuchen wir, starke Kursschwankungen zu vermeiden. Das Risiko einer Aktienanlage liegt aber eindeutig nicht in den naturgemäß schwankenden Kursbewegungen der unterschiedlichen Börsenphasen, sondern an Unternehmen beteiligt zu sein, deren wirtschaftliche Entwicklung sich in einem deutlich (negativen) Widerspruch zu den Erwartungen der Marktteilnehmer befindet. Gegen solche Fehleinschätzungen schützen aber auch nicht die heute üblichen Risikokennziffern wie Volatilität und Beta, die ausschließlich die Bewegungsintensität von Aktienkursen messen.

Wollen wir eine Straße überqueren, so vermindern wir das Risiko überfahren zu werden, indem wir uns vergewissern, dass die Fahrbahn frei ist, und nicht indem wir die statistische Wahrscheinlichkeit berechnen, dass uns ein Fahrzeug überfährt. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass die größten Risikofaktor bei unserer Arbeit bei uns selbst zu suchen ist: Es ist schlicht die mangelnde Disziplin bzw. Inkonsequenz bei der Umsetzung unserer selbst aufgestellten Anlagerichtlinien.